Buch II: Yordle

Liebe Beschwörer! Ich möchte euch herzlich einladen, bei unserer heutigen Geschichts – und Märchenstunde anwesend zu sein. Hier möchten wir euch mit auf Reisen in die Welt von Runeterra nehmen. Setzt euch doch, hier am Feuer ist noch ein Platz frei. Ich habe Wasser aufgekocht, daher nehmt euch doch einen Tee, wenn ihr möchtet. Es freut mich, das ihr mir ein wenig eurer Zeit schenken möchtet. Wenn ihr nachher diesen kleinen Raum verlasst, das prasseln des Kaminfeuers leiser wird, und der Geruch des leckeren Tees langsam verfliegt, dann hoffe ich, dass ihr gerne hier wart und dass ihr gerne wieder kommt. Zunächst aber möchte ich euch mit der Umgebung, in der unsere Geschichte spielt, vertraut machen. Schließt eure Augen, im Hintergrund hört ihr leise das Kaminfeuer und nun lauscht meiner Stimme… Unsere Geschichte spielt in einem schönen Wald in den Yordle-Landen. Vögel fliegen kreischend durch die Luft und da, auf einer kleinen Lichtung tollen ein paar Eichhörnchen unter dem wachsamen Auge von Mama Eichhorn herum. Ein kleiner Bach fließt an ihnen vorbei. Das Plätschern lockt die Tiere aus der Umgebung an, sodass es auf der Lichtung bald sehr lebhaft zugeht. Die Tiere spielen miteinander und raufen sich im Spaß. Der Bär steht neben dem Reh, und der Wolf liegt entspannt unter einem Baum und beobachtet seine kleinen beim Spielen mit den anderen Tierkindern. Es ist so friedlich an diesem Ort, das man die immer währenden Konflikte, die im ganzen Land sind, vergisst, wenn man sich der Lichtung nur nähert. Und genau das tut auch eine kleine Gruppe junger Yordle. Sie sind sehr neugierig, aber auch leise. Bedacht, die Tiere nicht aufzuscheuchen, nähern sie sich vorsichtig bis auf ein paar Meter Entfernung dem Bach, und damit der Lichtung. Ein solch friedlicher Anblick ist dieser Tage sehr selten, darum freuen sich die jungen Yordle an diesem schönen Bild. Das würde ihnen zu hause keiner glauben, dass es in ihrem Wald noch so friedlich zugeht. Sie wohnten nicht weit entfernt, in einem kleinen Dorf, was sich bislang gut aus allen Konflikten heraushalten konnte. Jeder hoffte auch, dass es noch lange so bleiben würde. Die Nachbardörfer hatten weniger Glück gehabt. Vor ein paar Tagen erst waren sie von einer Gruppe Banditen überfallen worden. Seit der Krieg auch Bandle erreicht hatte, waren viele Banditengruppen entstanden, die Dörfer oder manchmal sogar ganze Städte angriffen und plünderten. Wer sollte sie auch davon abhalten, wo doch fast alle Verfügbaren Yordle zum Schutz der Hauptstadt gebraucht wurden. Aber sie hatten Glück, dass ihr Dorf gut versteckt lag, zwischen Bergen und Wäldern, und die Pfade, die hinein führten waren nur schwer zu erkennen, sodass man nur mit viel Glück das Dorf finden konnte. Aus den Nachbardörfern waren viele Yordle hergekommen, um im Dorf Schutz zu suchen, und so wurde aus dem kleinen Dorf eine kleine Gemeinde. Die jungen Yordle setzten sich auf einen umgefallen Baumstamm, und beobachteten weiter die Tiere. Es war so friedlich, dass sie am liebsten für immer bleiben wollten. Einer von ihnen ließ sich nach hinten fallen, und plumpste ins Gras. Er streckte sich, und lag zufrieden, umgeben von im Wind wehendem Grün. Sie alle waren so glücklich, wie sie es noch nie in ihrem Leben gewesen waren. Alle Sorgen waren vergessen, und war einer von ihnen am Morgen noch mürrisch, ob des langen Weges bis hierher, so waren doch alle negativen Gedanken verflogen. Den ganzen Tag blieben sie, schauten den Tieren beim Spielen zu, und gelegentlich, wenn eines zu ihnen herüber kam, streichelten sie es. Sie fühlten sich so frei an diesem Ort, und die Welt um sie herum schien sich zu verändern. Bald kam es ihnen nicht nur so vor, sondern die Welt veränderte sich tatsächlich. Vor ihnen kam ihnen alles viel bunter vor, während hinter ihnen die Farben zu verblassen schienen. Erst dachten sie, sie würden sich diese Veränderungen einbilden, aber bald schon waren sie sich sicher: Sie waren an einem magischen Ort. Niemand von ihnen wusste, was sie erwartete, gab es doch keine Anzeichen dafür, dass je in der Nähe ihres Dorfes ein magischer Ort entdeckt wurde. Und doch waren sie sich sicher, etwas musste hier sein. Etwas Gutes? Oder waren es böse Absichten, die sie erwarten würden? Sie wollten umkehren, doch konnte sich keiner von ihnen so recht bewegen. Es war, als wollten ihre Körper ihnen nicht mehr gehorchen. Plötzlich sahen sie vor sich ein kleines Licht auftauchen. Es schwebte zu den Tieren herüber, die noch immer am Bach spielten. Sie hatten keine Angst, als das Licht zu ihnen kam und ein paar Kreise und Kunststücke machte. Im Gegenteil, sie schienen sich zu freuen. Das Licht wendete sich von den Tieren ab, und flog zu den Yordle herüber. Als es näher kam, deutete es an, dass sie ihm folgen sollten. Hatten sie auch vorher noch Angst verspürt, ob des unbekannten, magischen, was dort vor ihnen auftauchte, wollten ihre Körper regelrecht von alleine dem kleinen Lichtlein folgen. Es führte sie über den kleinen Bach an den Tieren vorbei, die ihnen fast freundschaftlich hinterher sahen. Wo vorher die Lichtung geendet hatte, weitete sich nun der Wald und gab den Blick frei, auf einen noch viel schöneren Anblick, als sie ihn zuvor genossen hatten. Es war, als würden alle Farben der Welt diesem Ort entspringen, und mit ihnen die Blumen. In allen Farben und Größen wuchsen hier Blumen. So schön, wie sie nie ein Yordle zuvor erblickt hatte. Es war, als wären sie in eine andere Welt hinüber getreten, als sie dem kleinen Licht folgten. Eine neue Welt, die Freude und Hoffnung ausstrahlte, und wo überall diese kleinen Lichtlein herumflogen. Als würden sie die Yordle erblicken, kamen plötzlich alle auf sie zugeflogen, und tanzten vor ihnen auf und ab, flogen im Kreise um sie herum, und es schien, als würden sie sich alle freuen, dass die jungen Yordle ihren Weg hierher gefunden hatten. Langsam aber sicher wurden die Lichtlein zu kleinen Wesen, mit Flügeln. Es gab sie in allen Farben, eines schöner als das andere. Und alle flogen sie um die kleine Gruppe herum, als wollten sie sie begrüßen. Das Licht, das sie hergeleitet hatte, wurde ebenfalls zu einem kleinen Wesen mit Flügeln. Es hatte Leuchtende Farben, und plötzlich wurde den Yordle klar, was ihnen gerade passiert. Das Wesen vor ihnen sprach:“ Willkommen bei den Fae auf der Feenwiese.“ Und die Yordle liefen los, freuten sich mit den Fae, tanzten und spielten mit ihnen, und das den ganzen Tag lang. Es kam ihnen vor als würde die Zeit still stehen, und nur der Augenblick, das hier und jetzt, mit den Fae auf der Feenwiese passierte. Sie hatten die sagenumwobene Feenwiese entdeckt, den schönsten Ort, den es in ganz Runeterra gab. Hier wollten sie bleiben, und für immer Spaß und Freude empfinden… Das war unsere heutige Geschichte, und ich hoffe, sie hat euch gefallen. Aber es geht nicht nur um die Geschichte, sondern ich möchte euch noch einen kleinen Rat mit auf den Weg geben, bevor ihr wieder geht. Egal wie es bei euch gerade aussieht, auch wenn alles schlecht läuft, es wird immer einen Ort geben, an dem ihr euch frei fühlt, an dem ihr alle Sorgen vergessen könnt. Und wenn es nur in eurer Fantasie ist. Die Feenwiese ist vielen nur eine Legende, manche glauben gar nicht an sie. Aber es gibt sie. So wie es auch den Ort in eurer Fantasie geben kann. Und ihr könnt ihn euch so schön gestalten, wie ihr möchtet. Sollte also einmal alles schlecht laufen, nehmt euch einfach kurz Zeit, und besucht diesen einen Ort, sammelt wieder Kraft und Gelassenheit, und denkt dran, ihr könnt diesen Ort so oft besuchen, wie ihr möchtet… Ich danke euch, dass ihr mir gelauscht habt, und ich hoffe, ich darf euch auch das nächste mal hier begrüßen. Euer Markishi, Geschichten – und Märchenerzähler
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