Buch XII: Mord auf "Sonnenstrahl" - Band II

Hallo Meisterdetektive, ich möchte euch herzlich einladen, bei unserer heutigen Geschichts – und Märchenstunde anwesend zu sein. Hier möchten wir euch mit auf Reisen in die Welt von Runeterra nehmen. Heute geht es weiter mit unseren Ermittlungen im Mordfall “Sonnenstrahl”. Ich habe eure Abstimmungen verfolgt, und somit wird Steven als nächstes die Leiche untersuchen. Viel Vergnügen und Spaß beim Mitraten! _________________________________________________________ Steven traf eine schnelle Entscheidung. Er würde zunächst die Leiche untersuchen und dann mit den Verdächtigen sprechen. Doch wie deren Sicherheit gewährleisten? Schließlich befand sich ein Mörder unter ihnen, dessen Motive noch vollkommen im Dunkeln lagen. “Verehrte Herrschaften”, begann er dann förmlich, “ich möchte sie bitten in den Speisesaal zu gehen und dort auf mich zu warten. Bitte bleiben Sie zusammen, damit der Mörder keine Chance erhält erneut zuzuschlagen. Ich werde währenddessen die Leich… Lady Karma untersuchen.” Die Anwesenden fügten sich den Anweisungen und gingen schweigend hinunter. Steven wandte sich daraufhin der Toten zu und seufzte: “Meine gute Freundin. Wer hat dir das nur angetan?” Dann ging er noch einmal in sein Zimmer hinüber, um Vergrößerungsglas und Handschuhe zu holen. Er wollte äußerst gründlich vorgehen, um den Täter noch vor Eintreffen des Priesters zu stellen. Karma war schließlich eine Freundin gewesen. Zurück in ihrem Zimmer betrachtete Steven sie eingehend. Sie war bereits für ihre Show umgezogen gewesen, als sie auf ihren Mörder traf. Ihr langes, weißes Kleid war vollkommen verschlossen, nur die beiden zugehörigen Handschuhe lagen blutverschmiert neben ihr auf dem Boden.Sie musste also noch eine Weile lebendig in ihren Gemächern verbracht haben, bevor sie zu Tode kam. Steven nahm seine Lupe zur Hand und untersuchte damit die Wundränder. Es war ein glatter, sauberer Stich mitten in ihre Brust - ein Schwert oder ein Dolch. Auf jeden Fall musste es eine gerade Waffen gewesen sein, denn an den Rändern waren keinerlei Spuren von Einrissen zu erkennen. Somit musste die Klinge gerade eingedrungen und auch wieder herausgezogen worden sein. Vorsichtig drückte er nun mit den Fingern der rechten Hand die Verletzung auseinander und stutzte. Wenn eine Waffe in einen Körper eindrang, dann hinterließ sie für gewöhnlich gewisse Spuren - kleinste Partikel der Bekleidung oder zumindest eine Art Muster im Fleisch, dass auf die Oberfläche der Waffe schließen ließ. Doch hier? Rein gar nichts. Diese Tatwaffe musste schärfer gewesen sein, als jede, die Steven bisher gesehen hatte, um eine solche Verletzung zu verursachen. Wer könnte wohl… er seufzte erneut. Jeder der Anwesenden besaß wohl eine solche Klinge. Obwohl die Wurfklingen von Lady Irelia wahrscheinlich eine andere Verletzung hinterlassen hätten. Aber sie hätte genauso gut eine der anderen Waffen stehlen können. Also keine voreiligen Schlüsse. Nach dem Steven Karma hinreichend untersucht und nichts weiter Aufregendes entdeckt hatte, begann er das Zimmer nach Hinweisen nach dem Ablauf zu durchsuchen. Im Bad fand er ihre Kosmetika unordentlich über ein kleines Tischchen verteilt. Scheinbar war sie in Eile gewesen, als sie sich zu recht machte. Im Zimmer war Bett glatt gestrichen, alle Schränke geschlossen. Nichts deutete auf einen Kampf hin. Er nahm sich für alles ausreichend Zeit. In den Schränken befanden sich Kleider und persönliche Gegenstände, wie Haarspangen und Fotos. Im Schreibtisch lagerten viele verschiedene Dokumente - unter anderem Aufzeichnungen über Krankheiten in Ionia, die Geburten- und Sterberate. Es war bekannt, dass sich Karma um das Gleichgewicht der Insel gesorgt hatte. Wahrscheinlich versuchte sie alles im Auge zu behalten, was ihrer Heimat schaden konnte. Als Letztes nahm Steven sich den Papierkorb vor. Seiner Erfahrung nach stieß man dort auf die interessantesten Indizien - und auch dieses Mal war ihm das Schicksal gelegen. Ein kleiner zusammengeknüllter Notizzettel kam zum Vorschein. Rasch entfaltete er ihn und las: “Triff mich 20.15 Uhr in deinem Zimmer.” Irgendeiner der Anwesenden hatte sich also mit ihr verabredet und sie hier eventuell getroffen. Lady Akali konnte es unmöglich gewesen sein, denn sie war schließlich bei ihm gewesen. Vorsichtig streifte Steven den Handschuh, den er trug, über den Notizzettel, um keinerlei Spuren zu verwischen, dann verknotete er das obere Ende und steckte es in die Tasche. Es war Zeit nach unten zu gehen und die Lage zu besprechen. Er verließ das Zimmer und war schon beinahe an der Treppe, als ihm ein Gedanke kam. Vielleicht wäre es schlauer, zunächst die Zimmer der anderen Gäste zu durchsuchen. Auch wenn er sich dabei beeilen musste, um nicht verdächtig lang von der Gruppe fernzubleiben. ________________________________________________________________ Wie wird er sich wohl entscheiden? Jetzt seid ihr wieder gefragt. Wie beim letzten Mal. 3 Tage zum Abstimmen:) Eure Märchentante Wolverine
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