Buch V: Die Abenteuer von Professor Hektor la Chilleus und Doktor Dosnar Gleenac - Band I

Liebe Beschwörer! Wir heißen euch herzlich Willkommen bei der Geschichts - und Märchenstunde. Heute möchten wir euch zu zweit eine Geschichte erzählen. Die Märchenfee und der Märchenerzähler haben euch eine besondere Geschichte herausgesucht, die von zwei Mitgliedern der Universität von Piltover handelt. Bestimmt kennt ihr die Weiten der Wüste Shurimas. Trostlos und unbarmherzig. Aber es gibt dort auch viel zu entdecken und zu erleben, wie Professor la Chilleus und Doktor Gleenac bald feststellen sollten. Tauchen wir ein, in ihre Geschichte, die uns weit raus in die Wüste bringt... “Ich finde diese Expedition war eine ihrer dümmeren Ideen, Professor la Chilleus .”, schnaubte der jüngere Mann, der auf den Namen Dosnar Gleenac hörte. Er war von Anfang an gegen diese Forschungsreise gewesen. Die Wüste brachte schließlich keinerlei Annehmlichkeiten mit sich. Es war warm, es war staubig und nirgendwo ein schattiges Plätzchen in Sicht. “Warum seid ihr dann mitgekommen? Worauf ihr euch einlasst, wusstet ihr schließlich. Um nun zu meckern ist es ein wenig spät, nicht? Wir finden etwas. Ich will nicht länger Hektor la Chilleus heißen, wenn diese Reise umsonst war!” “Nicht mitkommen? Als ob Sie ohne mich auch nur geradeaus gehen können.” Dosnar rümpfte die Nase und rückte seinen Hut gerade. Jenen alten Forscherhut, den er von seinem Großvater bekommen hatte. Er dachte oft an den alten Mann - schließlich hatte er nur wegen seines Opas diesen Beruf gewählt. “Pah! Was erlauben sie sich? Ich verbitte mir solche Kommentare, sonst können Sie damit rechnen, dass sie keine Vorräte mehr bekommen.” Hektor drehte sich von seinem Kollegen weg und untersuchte weiter die Ruinen. In der Shurimanischen Wüste gab es genügend solcher antiken Stätten, viele von ihnen leer. Dosnar hatte ja recht, bisher war diese Expedition tatsächlich nicht besonders von Erfolg gekrönt. Aber, so glaubte Hektor, irgendetwas würden sie finden. Dosnar sah seinem guten Freund und langjährigem Kollegen aufmerksam zu. Es war immer wieder erstaunlich wie sehr sich Hektor für seine Arbeit begeisterte. Er musste schmunzeln. Nach all den Jahren siezten sie sich immer noch - nicht weil es nötig gewesen wäre, sondern weil es einfach ihre Art zu reden gebot. “Haben Sie etwas entdeckt, Professor?”, fragte er, als er den konzentrierten Blick Hektors bemerkte. “Hmm…” Hektor kratze sich am Kopf. Der Schweiß lief ihm von der Stirn und er zog sein Taschentuch aus seiner Hemdtasche. Langsam fuhr er Richtung Stirn. “Nun, ich glaube ja.” Er tupfte sich den Schweiß ab. Ehe er sein Taschentuch in seiner Tasche verschwinden ließ, wischte er damit an der Wand herum, die er zuvor untersucht hatte. “Sehen Sie. Da. Malereien. Und erinnern Sie mich daran, bei der nächsten Gelegenheit mein Taschentuch zu reinigen.” Dosnar studierte die notdürftig gereinigte Wand lange und sorgfältig. Nach einer Weile begann er langsam zu sprechen: “Mir kommt diese Zeichnung von dieser Scheibe oben in der Mitte äußert bekannt vor. Wo habe ich die bereits gesehen?” Er zupfte sich - wie er es für gewöhnlich tat, wenn er nachdachte - an der Nase. “Aber natürlich, das Verhältnis zur Umgebung passt nicht ganz, aber sie erinnert mich an eben jenes architektonische Kunstwerk, das in der Literatur als Platte des Imperators oder auch als Sonnenscheibe bezeichnet wird. Was meinen Sie dazu?” “Ganz genau. An eben jene erinnert mich diese Zeichnung. Nur hatte ich nicht so weit von der Hauptstadt entfernt mit so etwas gerechnet. Vor allem so gut erhalten. Die anderen Zeichnungen, die wir fanden, waren alle teilweise oder fast vollständig verblasst. Diese hier aber ist die bisher am besten Erhaltene. Könnten Sie sich das aufzeichnen? Ich möchte gerne sehen, ob es noch mehr Malereien gibt.” “Gehen Sie nur, alter Knabe.”, Dosnar lachte. Hektor hielt sich für gewöhnlich nie lange mit Protokollieren oder Dokumentieren auf. Sein Freund wollte Entdecken und Erforschen. Der langweilige Teil blieb da meist an ihm hängen, doch das machte ihm nichts aus. Sollte Hektor doch - so begeistert wie ein kleiner Junge nach Ostereiern suchte - nach seinen antiken Schätzen suchen. Dosnar zog Zeichenblock und Bleistift aus der Umhängetasche und begann gewissenhaft das uralte Gemälde abzuzeichnen. Hektor grummelte, während er sich entfernte. “Alter Knabe…” Er sah sich um. “Nun, was haben wir hier. Felder sind keine zu entdecken, also kann man ausschließen, dass es sich hier um einen Hof gehandelt haben könnte. Doch was dann? Auch wenn hier und da Säulen stehen - oder liegen - ein Tempel war das sicher nicht. Zu klein und zu wenig Prunk. Ich bezweifle, dass wir hier große Schätze finden werden, aber irgendetwas muss doch hier sein. Irgendetwas, das Aufschluss geben kann, was das einst war.” Hektor schob ein paar kleine Felsen beiseite. Nichts. Er ging weiter, näher an die Säulen heran, und fing an, in seiner Tasche zu kramen. “Wo ist denn mein Pinsel. Ah, da. Dann wollen wir mal.” Er zog seinen Pinsel aus der Umhängetasche, legte sie beiseite und fing an, an der Säule den Staub weg zu pinseln. Dosnar war gerade mit der Zeichnung fertig geworden, als er aufsah und am Horizont einer Staubwolke gewahr wurde. “Wüstenbandtiten oder Schlimmeres”, schoss es ihm durch den Kopf. So schnell er nur konnte, jedoch ohne die klare Struktur, die in seiner Tasche herrschte, zu zerstören, packte er seine Utensilien ein und eilte Professor la Chilleus nach. Einige Momente lang geriet er in Panik, da sein Kollege nirgends zu sehen war. Doch dann fand er ihn doch, über eine Säule gebeugt und eifrig pinselnd, hatte er noch nichts von den womöglich unangenehmen Besuchern bemerkt. “Hektor”, rief er so eindringlich und zugleich leise wie möglich. Er hoffte, dass dieser schon durch die Tatsache beim Vornamen genannt zu werden, alarmiert wurde. “Nicht beim Vornamen!” ermahnte Hektor seinen Kollegen. Eifrig pinselte er weiter an der Säule herum, in der Hoffnung noch ein paar Malereien zu entdecken. Jedoch schien ihm diese Säule nichts von ihrer Vergangenheit preisgeben zu wollen, und so sah er sich nach der Nächsten um. Plötzlich hielt er inne. Eine Staubwolke? Ja, irgendetwas war dort. Nur was? “Haben Sie mich deshalb beim Vornamen genannt?” Mit fragendem, aber strengem Blick sah er zu seinem Kollegen herüber. Dosnar nickte eifrig. “Wir sollten uns verstecken. Los, los. Bevor sie uns noch entdecken und es zu spät ist.”, trieb er Hektor zur Eile und deutete währenddessen auf ein scheinbar gut erhaltenes Seitengebäude. “Mit ein wenig Glück ziehen sie an uns vorbei und wir können unsere Arbeit fortsetzen wie geplant.” Hastig drückte er sich mit der linken Hand die Tasche an die Hüfte, während die Rechte den Hut davor bewahrte, davon geweht zu werden. Hektor verstand seinen Kollegen nicht. Immer in Eile. Gemächlich packte er seinen Pinsel weg, griff seine Tasche und setzte sich in Bewegung. Ein letzter Blick zurück verriet ihm, das, was auch immer da ankam, nicht sonderlich schnell war. “Es scheinen schonmal keine Reiter zu sein, dafür ist es zu langsam. Vielleicht eine Karawane? Eventuell sollten wir uns nicht in einem Gebäude verstecken, sondern dort auf dem kleinen Hügel. So können wir wunderbar sehen, um wen es sich handelt, und für den Fall immer noch schnell genug in diesem Häuschen verschwinden.” Dosnar zögerte einen Augenblick. Eigentlich wollte er gar nicht wissen, wer oder was da auf sie zu kam. Er wollte nur, dass es schnellstmöglich vorbeizog und aus seinem Sichtfeld verschwand. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Doch schließlich siegte die Vernunft. Seufzend drehte er sich zu seinem Kollegen herum und trabte ihm den kleinen Hügel hinauf hinterher. Hektor ließ seinen Blick schweifen. Es sah aus wie eine kleine Karawane. Eventuell aber auch einfache Abenteurer, die wie sie ihr Glück in dieser gottlosen Wüste suchten. Ein paar von ihnen schienen Waffen dabei zu haben, einige trugen Kisten. Vorne weg saß jemand auf einem Pferd, vermutlich der Trossführer. “Ich bezweifle, dass das Feinde sind, werter Kollege. Danach sieht mir das nicht aus. Ich glaube, wir können weiter unserer Arbeit nachgehen. Wenn sie uns fragen, geben wir ihnen Antwort, und eventuell kriegen wir ja sogar etwas Proviant oder einen Schluck Wasser. Wir haben zwar noch, aber man sagt ja nie nein.” Und schon machte sich Hektor wieder auf den Weg zu den Ruinen. Einen Augenblick lang war Dosnar zu geschockt um etwas zu erwidern. Wie konnte man nur so leichtsinnig sein Leben aufs Spiel setzen? Als er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte, war Hektor schon auf halben Weg nach unten. Eine Woge von Angst trieb Dosnar zur Eile und mehr stolpernd als rennend holte er seinen Gefährten rasch ein. Aufregt packte er ihn am Arm. “Ich bitte Sie, wir sollten uns verstecken. Wenn Sie es schon nicht der Vernunft wegen tun, dann tun sie es doch bitte um unsere langer Freundschaft willen.” “Was soll uns denn passieren? Wir sind lediglich einfache Forscher. Wir haben keine Reichtümer, auch keine gefunden, und können auch relativ wenig weiter helfen. Außerdem scheinen das keine Banditen zu sein. Wovor fürchten Sie sich, werter Kollege?” Hektor blieb stehen und drehte sich zu seinem langjährigen Freund um. Eile, Angst… so würde er seine Arbeit nie fortsetzen können. “Ich bitte Sie doch lediglich abzuwarten. Wir könnten diese Gruppe unbemerkt beobachten und falls sie hier lagern und wir sehen, dass sie friedlich sind, können wir immer noch hinuntergehen.”,entgegnete Dosnar. “Ich habe nur ein ganz schlechtes Gefühl bei der Sache und sehe nicht ein wieso ich aus Leichtsinn meinen Kopf riskieren sollte.” “Wenn es denn unbedingt sein muss. Aber wenn ich recht hatte, dann werden sie mir helfen, die verloren gegangene Zeit wieder gut zumachen.” Widerwillig stieg Hektor den Hügel wieder hinauf und nahm neben seinem Kollegen Platz. Er spähte noch einmal in Richtung der Staubwolke, und auch wenn sie nicht sehr schnell waren, kamen sie doch näher. Jetzt konnte man es besser sehen, an der Spitze dieses kleinen Zuges saß eine prunkvoll gekleidete Dame, neben ihr offenbar Wachen und hinter ihr eine weitere Frau. Sie hatte eine Art Rüstung an, wie man sie in Shurima früher getragen hatte. “Eine Adlige? Wer könnte das sein? Und vor allem mitten in dieser Einöde? Normalerweise beauftragen die Reichen nur irgendwelche Abenteurer ihnen Schätze zu bergen. Dass jemand mitkommt, habe ich noch nie gesehen.” Er drehte sich fragend zu seinem Kollegen um. “Erkennen Sie vielleicht jemanden?” Sichtlich erleichtert über den Sinneswandel seines Kollegen, begann Dosnar in seiner Tasche zu wühlen. “Wo habe ich es denn hin getan?”, murmelte er vor sich hin. Er war ein wenig bestürzt, wenn er die Dinge, die er brauchte, nicht gleich fand. Das zeigte ihm immer die Mängel seines eigentlich perfekten Ordnungssystem auf. “Ach, da haben wir es ja.”, er zog ein kleines Fernglas aus der Tasche. Er war - wie ein Großteil seiner Ausrüstung - ein Erbstück seines Großvaters. An der silber goldenen Einfassung der Linsen war sogar noch die Gravur der Initialen zu erkennen. “Möchten Sie zuerst hindurch sehen?”, fragte er Hektor und hielt ihm das Fernglas hin. “Ich denke, mein Augenlicht ist noch immer sehr gut. Auch wenn ich bereits ein alter Knabe bin, nicht wahr?” Hektor versuchte weiter zu spähen, nahm aber dann doch das Fernglas. “Nun ja, eventuell bin ich doch schon etwas eingerostet. Was haben wir da? Sieht… sieht aus wie noxianische Truppen. So weit in der Wüste? Das kann doch eigentlich nichts Gutes bedeuten, wenn Noxus hierher kommt. Vorne weg scheint tatsächlich eine Adlige zu reiten. Hier, sehen Sie selbst.” Er reichte das Fernglas zurück an seinen Kollegen. “Noxianer und Sie wollten denen entgegengehen.”, murrte Dosnar, während er das Fernglas an die Augen hob. Er ließ den Blick langsam und ruhig über die Gruppe gleiten. “Es scheint mir tatsächlich eine Adlige, aber ich kenne ihren Namen nicht. Die andere Frau scheint keine so hohe Lady zu sein. Sehr mysteriös.” Sein Blick schweifte weiter. “Aber sehen Sie doch mal. Der große Schwarze, der oberkörperfrei herumläuft und diese violetten Runen tätowiert hat. Ist das nicht der, der erst vor ein paar Monaten Ezreal in die Quere gekommen ist? Und wenn er das ist...”, ihm stockte der Atem, “dann ist die andere Frau… Söldnerprinzessin Sivir.” “Nun ja, das die Söldnerprinzessin hier in der Wüste ist, ist ja nicht verwunderlich. Sie stammt von hier und ihre meisten Aufträge führen sie her. Nur wieso Noxus…” Hektor kratze sich am Kopf- so wie er es immer tat, wenn er über irgendetwas nachdachte. Er überlegte, wer die andere Frau sein könnte. “Was tun sie hier? Sicher suchen sie irgendein Artefakt. Wenn Sivir dabei ist, wurde sie also, vermutlich von dieser anderen Frau, bezahlt, um etwas zu suchen.” Hektor sah sich um. “Hier gibt es weit und breit nichts, was von Bedeutung ist. Sonst wüssten wir das.” Er ließ seinen Blick weiter schweifen. “Wenn sie in diese Richtung weiter gehen dann…” Er kramte in seiner Tasche und zog schließlich eine Karte hervor. “Sehen Sie. Wir sind hier.” Er legte seinen Finger auf die Karte, “Aus dieser Richtung kommen sie. Wenn sie weiter dieser Richtung folgen, kommen sie zu den Ruinen der Hauptstadt.” Dosnar riss die Augen auf als ihm die Bedeutung dieser Worte klar wurde. “Meinen Sie etwa sie könnten sich an den heiligen Gräbern zu schaffen machen? Das wäre eine Katastrophe für unsere Forschung - nein sogar für die gesamte Wissenschaft.” Er begann nervös auf und ab zu gehen und sich hektisch auf die Nase zu tippen. “Wir müssen etwas unternehmen, aber dabei auch möglich unentdeckt bleiben. Verflucht ist das schwierig.” Er blieb stehen und starrte wie gebannt auf die sich nähernde Gruppe. “Meinen Sie wir sollten ihnen folgen?”, fragte er dann, obwohl sein Tonfall deutliches Unbehagen erkennen ließ. “Wollten Sie nicht eben noch verschwinden? Schön, dass Sie es sich anders überlegt haben. Ich bin der Meinung, dass sie uns ja nicht von vornherein feindlich eingestellt sein müssen. Wir wissen nicht, was sie vorhaben, also können sie davon ausgehen, dass wir niemandem etwas verraten. Eventuell könnten wir einfach weiter arbeiten. Ziehen sie vorbei - folgen wir ihnen unauffällig. Kommen sie zu uns, tun wir einfach das, was wir immer tun: wir erklären,was wir hier machen. Vielleicht bitten sie uns ja sogar um Hilfe. Niemand von denen scheint mir ein Forscher zu sein. Eventuell kommen wir also ganz leicht dahinter, was sie hier vorhaben. Und: Möglicherweise ist nicht jeder aus Noxus gemein und böse. Ich kenne ein paar Professoren, mit denen kann man sich wirklich vernünftig unterhalten. Was meinen Sie?” Dosnar seufzte. “Immer ruhig mit den jungen Pferden. Ich bin dafür zu beobachten, nicht dafür uns zu offenbaren. Ich traue prinzipiell niemandem, der einen riesigen Trupp Söldner dabei hat.” Er verstaute das Fernglas wieder sorgfältig in der Tasche. “Was wollen wir machen, solange wir warten?” “Einfach weiterarbeiten?” Hektor sah seinen Kollegen an. Dann wieder herüber zu dem Tross, der sich ihnen immer weiter näherte. “Scheint so, als hätten wir noch ein paar Minuten Zeit, bis sie hier sind. Moment. Ich würde meinen, jemand von denen hat hier auf uns gezeigt. Zumindest in unsere Richtung. Sicher bin ich mir allerdings nicht. Hm. Was tun, was tun?” Erneut kratze sich Hektor am Kopf. Er hasste es, wenn er nicht wusste, was zu tun war. Er hatte gerne alles unter Kontrolle, und vor allem wollte er gerne einfach nur weiter arbeiten. “Wir haben doch mit denen nichts zu schaffen, und trotzdem halten sie uns auf. Ich mag keine Unterbrechungen. Aber tatsächlich ist die größte Chance, dass wir ungestört weiterarbeiten können, die, das wir uns in den Ruinen zurückziehen. Sie haben gewonnen, alter Freund.” “Na dann los.”, Dosnar zeigte auf einen nahe gelegenen Eingang. “Da können Sie tun, was Sie am liebsten tun - Geheimgänge und verborgene Türen finden - und diesmal könnte uns das sogar retten, anstatt wie gewöhnlich Schwierigkeiten zu machen.” Er wartete keine Antwort ab, sondern marschierte auf die Ruine zu. Man sollte Hektor nie genug Zeit geben es sich anders zu überlegen,wenn er schon einmal ein vernünftige Entscheidung getroffen hatte. “Ja, ich komme ja schon.” Hektor eilte seinem Kollegen nach auf die kleine Ruine zu. Innen angekommen tat er tatsächlich das, was sein Kollege von ihm erwartete - er machte sich an den Wänden zu schaffen und klopfte sie systematisch ab. Auf diese Weise hoffte er einen Hohlraum zu entdecken, der ihnen eventuell sogar den Weg aus dieser Situation ermöglichte. Oder einen Schatz. Beides war ihm eigentlich Recht. “Also an dieser Wand scheint nichts zu sein. Und an den anderen kann nichts sein, schließlich stehen sie frei. Nur diese hier liegt an einem Felsen. Also entweder gibt es hier einen Schalter oder so etwas, der irgendeine Öffnung im Boden preisgibt, oder hier gibt es nichts.” “Wir haben keine Zeit uns hier ewig aufzuhalten. Vielleicht sollten wir uns einfach in eine andere Ruine zurückziehen und dort nach einem sicheren Versteck suchen.”, versuchte es Dosnar vorsichtig. Er wollte seinen Freund in einer so heiklen Situation nicht noch mehr aus der Fassung bringen. Fakt war, sie mussten hier weg und das möglichst bald. Wenn man sie entdecken würde, würden sie gefangen genommen oder Schlimmeres. Dosnar wollte gar nicht daran denken. “Ich gebe es nur ungern zu, aber Sie haben Recht. Erinnern Sie mich nur daran, dass wir in diese Ruine zurückkehren. Ich will sehen, ob hier wirklich nichts ist. Was meinen Sie, wie sieht es mit diesem recht intakten Gebäude aus, in das Sie erst hinein wollten? Dort könnten wir es versuchen. Ansonsten müssten wir uns schnell umsehen, wo wir noch Möglichkeiten zum verstecken haben. Ich überlasse ihnen den Vortritt. Sie scheinen geübter darin zu sein, Versteckmöglichkeiten auszumachen als ich.” Und damit sind wir auch bereits am Ende unserer Märchenstunde angelangt. Die Geschichte der beiden ist hier allerdings noch lange nicht zu Ende erzählt. Besucht uns doch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal, wenn ihr mehr über die beiden erfahren wollt. Und vor allem, was nun als nächstes mit ihnen passiert. Bis dahin wünschen wir euch noch einen schönen Abend, und wir hoffen, euch hat unsere Geschichte gefallen. Eure Märchenfee Wolverine Euer Geschichtenerzähler Markishi [Buch V - Die Abenteuer von Professor hektor la Chilleus und Doktor Dosnar Gleenac - Band II](https://boards.euw.leagueoflegends.com/de/c/community-kunstwerke/YERYO2YM-buch-v-die-abenteuer-von-professor-hektor-la-chilleus-und-doktor-dosnar-gleenac-band-ii)
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