Buch XII: Mord auf "Sonnenstrahl" - Band III

Hallo Meisterdetektive, ich möchte euch herzlich einladen, bei unserer heutigen Geschichts – und Märchenstunde anwesend zu sein. Hier möchten wir euch mit auf Reisen in die Welt von Runeterra nehmen. Steven hat sich also entschieden, die Zimmer zu durchsuchen - was er wohl finden wird? Lest selbst:) _______________________________________________________________ Die unberührten Zimmer könnten vielleicht den entscheidenden Hinweis auf den Täter geben. Steven erwartete zwar nicht eine blutige Tatwaffe vorzufinden, aber dass ein oder andere kleine Indiz sollte schon zu entdecken sein. Da er bereits an der Treppe stand, wandte er sich Irelias Zimmer zu. Vorsichtig öffnete er die Tür und trat ein. Man sah deutlich, dass sie noch nicht viel Zeit in diesem Zimmer verbracht hatte. Ihre Reisekleidung lag dahingeworfen über dem Bett und ihr Gepäck stand halboffen am Fußende. In der Tasche befanden sich die üblichen Utensilien einer Dame: frische Kleidung, Hygieneartikel, nichts Außergewöhnliches. Verlegen wollte er die Tasche gerade wiederzurückstellen, als ihm am Boden ein langer, schmaler Gegenstand auffiel. Er zog ihn hervor und der Atem stockte ihm. Es war ein Schwert – und nicht Irgendeines, sondern das eines ionisches Meisters. Behutsam zog er es ein Stück aus der Scheide und begutachtete das glänzende Metall. Diese Klinge gehörte eindeutig Master Yi, doch wie kam sie in die Tasche von Lady Irelia? Vielleicht war dies ein wichtiges Detail, das er später noch gebrauchen konnte. Nachdem er alles wieder in die Tasche zurückgelegt und einen kurzen Blick ins Badezimmer geworfen hatte, sah er sich noch einmal im Zimmer um. Die Vorhänge der Fenster waren zugezogen, aber sonst fiel ihm nichts Ungewöhnliches auf. Aus Zeitmangel beschloss er das nächste Zimmer zu durchsuchen, da er nicht allzu lang fortbleiben und am Ende noch beim Herumstöbern erwischt werden wollte. Nebenan in Akalis Zimmer fand er ein ähnlich unbenutztes Zimmer vor, nur dass ihre Kleidung feinsäuberlich gestapelt auf ihre Kommode lag und ihre Waffen daneben blankpoliert an der Wand lehnten. Ein feiner Rosenduft durchzog die Luft und Stevens Nase verriet ihm, dass dieser von den Besitztümern der jungen Dame ausging. Er schnüffelte an der Kleidung, doch schließlich kam er zu dem Schluss, dass es die Waffen waren, die danach dufteten. Anschließend wandte er sich dem kleinen Koffer neben der Tür zu. Auch Akalis Gepäck enthielt Kleindung, wenn auch weniger als bei Irelia. Im Zimmer fand er nichts, was auf sie als Täter hinwies. Erst als er das Bad betrat, stützte er. Die Wanne war beinahe zu einem Drittel mit hellrotem Wasser gefüllt und roch ebenfalls nach Rosen. Hätte sie in ihr Zimmer gehen, die Waffen holen und Karma erstechen können? Ein recht riskantes Unterfangen, überlegte Steven. Vor allem, weil er sie jederzeit überraschen hätte können. Aber rein theoretisch hätte sie natürlich den Mord begehen können, wenn sie vorher das Wasser der Wanne aufgedreht hatte und anschließend sofort ihre Waffen darin gereinigt hatte. Ein cleverer Schachzug, denn falls er zu ihrem Zimmer gekommen wäre, hätte er angenommen sie wäre unter der Dusche. Doch warum hatte sie das Wasser dann nicht abgelassen? Master Yis Zimmer kam vom ersten Augenblick an verdächtig vor. Es sah so aus, als würde er schon seit mehreren Tagen hier leben. Seine Kleidung hing in den Schränken und der Koffer war von einer Größe, die man normalerweise für mehrwöchige Reisen benutzte. Die benutzte Kleidung, die Steven im Koffer fand, bestärkte seinen Verdacht, dass Master Yi schon eine längere Zeit auf Sonnenstrahl verweilte. Beim weiteren Durchsuchen entdeckte er ein Bild von dem jungen Mann zusammen mit Karma in inniger Umarmung. Da schien mehr als nur Freundschaft im Spiel gewesen zu sein, aber warum hatte er dann die letzten Nächte offenbar in diesem Zimmer verbracht? War es bei Paaren – gerade bei Heimlichen – nicht üblich, dass sie im gleichen Bett schliefen, wann immer es möglich war? Irgendetwas musste geschehen sein, dass die beiden entzweite. Nach weiterem Suchen fand er schließlich einen Brief, in dem Karma ihren Geliebten um Verzeihung bat und ihn nach „Sonnenstrahl“ einlud. Sie versprach dabei eine ausführliche Erklärung für ihr Verhalten. Während Steven die Zeilen las, beschlich ihn ein merkwürdiges Gefühl. Ihm war als würde er einen entscheidenden Punkt übersehen, obwohl er sich direkt vor seiner Nase befand. Doch so sehr er sich auch bemühte, er konnte ihn nicht ausfindig machen. Bevor Steven Shens Zimmer betrat, warf er einen kurzen Blick auf die Uhr. Es war bereits fast halb 10. Er musste sich beeilen, wenn er nicht wollte, dass die Gesellschaft wieder nach oben kam und ihn suchte. Auch das letzte Zimmer machte den Eindruck kaum benutzt worden zu sein. Die Tasche war achtlos aufs Bett geworfen wurden, Mantel und Reiseschuhe standen ordentlich neben der Tür. Auf dem Tisch lagen einige persönliche Gegenstände – unter anderem ein Bild von zwei Kindern vor einem Haus, die zusammenspielten und Shens Vater, der auf einer Bank saß und ihnen dabei zusah. Den alten Meister erkannte Steven sofort – er war eine Legende gewesen, bevor auf so tragische Weise zu Tode gekommen war. Die Kinder konnten höchstens sieben Jahre alt sein. Steven studierte die beiden einen Moment und kam dann zu dem Schluss, dass es Shen und Akali sein mussten, denn das eine Kind war dem alten Mann im Hintergrund wie aus dem Gesicht geschnitten und das andere trug die langen, schwarzen Haare genauso wie sie Lady Akali heute zu tragen pflegte. Neben dem Bild fand Steven die Einladung nach „Sonnenstrahl“ für dieses Wochenende, doch im Unterschied zu seiner Eigenen, stand da ganz unten noch eine weiter Zeile gedruckt: „Anbei die Karte vom Anwesen. Ich hoffe, du hast Freude an der alten Konstruktion.“ Neugierig durchstöberte Steven Shens restliche Besitztümer und traf nach kurzer Zeit auf die erwähnten Unterlagen. Es handelte sich um eine kleine Mappe, in der eine beträchtliche Menge an Fotos vom Anwesen und der Umgebung sowie ein detaillierter Lageplan enthalten waren. Des Weiteren entdeckte er einige persönliche Anmerkungen von Shen über die Architektur und den Stil der Anlage. Nachdem er noch eilig das Badezimmer durchsucht und nichts Auffälliges entdeckt hatte, ging Steven schließlich zügigen Schrittes nach unten. Während die Stufen hinabstieg, ließ er sich seine Entdeckungen noch einmal durch den Kopf gehen und stellte sich eine entscheidende Frage: Sollte er bei den anschließenden Befragungen erwähnen, dass er die Zimmer durchsucht hatte, um auf eine verräterische Reaktion zu stoßen oder sollte er es lieber für sich behalten, um mögliche Lügen zu entlarven? ________________________________________________________ Und wieder geht ein Kapitel zu Ende. Wie würdet ihr weiter vorgehen? Stimmt ab und bis zum nächsten Mal! Eure Märchentante Wolverine
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