Buch VI: Wie aus Rekruten Helden werden - Band II

http://i.imgur.com/7CO1GYE.jpg Das Bild hat unser Volunteer KingDanius gezeichnet! Liebe Beschwörer, Ich möchte euch herzlich einladen, bei der heutigen Geschichts- und Märchenstunde anwesend zu sein. Heute geht es mit der Geschichte um Teemo weiter, wir werden ihn also auf seinem Weg durch die Prüfung begleiten. So setzt euch denn gemütlich hin, nehmt euch einen Tee und hört meiner Geschichte. Begeben wir uns wieder in den Trainignswald des Ausbildungslagers der Armee von Bandle... Die Bäume standen hier nicht mehr so dicht beieinander wie eben. Der Wald schien am Ende seines Blickfeldes langsam aber sicher aufzuhören. Schnell schlüpfte Teemo von Gebüsch zu Gebüsch und näherte sich immer weiter dem vermeintlichen Ende des Waldes. Doch als er sich näherte bemerkte er, dass er einen kleinen Hügel hinauf ging. Je höher er ging, desto mehr Bäume sah er wieder. Der Wald war noch nicht zu Ende, er hatte nur aufgrund seiner geringen Körpergröße und des Hügels keine Bäume mehr gesehen. Mitten auf dem Hügel stand ein Schild, das Teemo sagte, er befände sich nun genau in der Mitte des Waldes. Damit hatte er nicht gerechnet. Beim drumherum laufen hatte der Wald viel kleiner ausgesehen. Er nahm sich vor, Ausbilderin Yarni darauf anzusprechen. Stimmen rissen Teemo aus seinen Gedanken und schlagartig wurde ihm bewusst, dass der Hügel keinerlei Deckung bot. Zu seinem Glück stand Teemo still und so wurde er schnell unsichtbar. Aus dem Wald kamen drei Yordle herausgelaufen und nahmen Kurs auf den Hügel. Noch konnte Teemo sie nicht verstehen, aber er sah, dass sie sich angeregt unterhielten. Je näher sie kamen, desto mehr konnte Teemo sie verstehen. “... den Hügel rauf. Er ist nicht heruntergekommen, also muss er doch da oben sein.” Ein wenig panisch, weil sie ihn nicht finden konnten, rannten sie auf dem Hügel umher. “Ich kann ihn doch nicht wieder verloren haben!” rief einer, den Teemo als den Yordle von eben erkannte, der ihn beinahe gefunden hatte. Während die drei suchten, sah sich Teemo um. Das nächste Gebüsch, welches seine Rettung war, befand sich gleich am Fuße des Hügels, in die Richtung, in die er musste. Doch wie sollte er ungesehen dorthin gelangen? Solange die Drei in der Nähe waren, würden sie ihn sofort sehen wenn er loslaufen würde. Ein Plan musste her. Vielleicht, so schoss es Teemo durch den Kopf, konnte er ja seine Unsichtbarkeit nutzen. Schließlich konnten sie ihn nicht sehen, aber immer noch hören. Er lachte. Er lachte so laut und fies wie er nur konnte. Teemo konnte den Schock, der die Drei durchfuhr, förmlich spüren. “W…. was war das?” stammelte einer von ihnen ängstlich und blickte in alle Richtungen, drehte sich im Kreis und sah doch nichts. Noch einmal lachte Teemo und er musste zugeben, dass es schon ein wenig Nerven raubend klang. Nun wurden auch die anderen beiden zunehmend panischer. “Zeig dich!” riefen sie verzweifelt. “Los!” Doch Teemo dachte gar nicht daran, sondern lachte ein drittes, unheimliches Mal. Das war zu viel für die Drei. Schreiend liefen sie davon, nicht einer blieb stehen und sah noch einmal zurück. Eine Zeit lang hörte man noch ihr Schreien aus dem Wald, dann verstummte es. Teemo wartete noch kurz, bis er sicher war, dass keiner von ihnen zurückkehrte und machte sich dann schnell den Hügel hinunter, hinein ins schützende Gebüsch. Immerhin wusste Teemo jetzt, wie weit er es noch hatte. Und wenigstens gab es jetzt drei Helfer der Ausbilderin weniger. Die Drei würden wohl schwerlich wieder zurückkommen. Jetzt würde es vielleicht schneller gehen. Das Horn ertönte noch einmal. Es musste schneller gehen, Flink rannte Teemo los, sprang ein paar am Boden liegende Äste und sah sich immer wieder um. Von Gebüsch zu Gebüsch lief er, ohne Unterbrechung. Die Neugier, die Frage, was passiert war, trieb ihn an. Hinter sich hörte Teemo etwas knacken und sofort erstarrte er. Als er sicher war, dass man ihn nicht mehr sehen konnte, wagte er einen Blick über die Schulter. Seine Befürchtung, er wäre entdeckt worden, bewahrheitete sich nicht. Es stand lediglich ein kleines Reh dort und sah ihn an. Oder zumindest auf die Stelle, wo er verschwunden war. Natürlich stand Teemo noch immer dort, aber das Reh konnte ihn ja nicht sehen. Vielleicht witterte es ihn noch, denn es kam ein paar Schritte näher. Bitte verrate mich nicht, dachte Teemo. Sollte jemand das Reh sehen, wie es hier zielstrebig auf einen leeren Fleck zuging, könnte man Verdacht schöpfen. Plötzlich blieb das Reh stehen und schnupperte erneut in der Luft. Dann sprang es los und hetzte in ein Gebüsch, aus dem ein aufgeschreckter Yordle stolperte. “Mist”, sagte er . “So, und jetzt zu dir, Rekrut.” Teemo erschauderte. Er wurde entdeckt. Ruhig bleiben, noch weiß er nicht, was los ist. “Also, wo bist du. Du warst eben noch hier. Besser, ich gebe Bescheid. Und so gab er einen gellenden Pfiff aus der Pfeife. Es dauerte nicht sehr lange, da kamen die ersten Yordle angelaufen, schlussendlich tauchte auch Ausbilderin Yarni auf. “Nun, wo ist er?” fragte sie, als auch sie sich umsah. “Nun, dass ist das Problem. Er war eben noch hier, dann blieb er stehen, weil ein Reh hinter ihm auftauchte und er war verschwunden. Weg. Vor meinen Augen. Wäre dieses Reh nicht gewesen, hätte ich ihm folgen können, aber es hat mich gewittert und ist hier in den Busch gesprungen, indem ich mich versteckt hielt.” Der Yordle zeigte auf den Busch hinter ihm. Ausbilderin Yarni sah zwischen der Stelle, wo Teemo stand, dem Yordle und dem Gebüsch hin und her. “Verschwunden?” fragte sie ungläubig. Der Yordle nickte und niemand schien so richtig zu wissen, was sie tun sollten. Teemo auch nicht. Er war umringt von den anderen und diesmal würde es nicht so einfach werden, alle abzuwimmeln. Die Yordle um Ausbilderin Yarni begannen nun, das Gebiet systematisch abzusuchen. Bald würden sie ihn finden oder gegen ihn laufen. Jetzt gab es nicht mehr viel, was Teemo noch tun konnte. Alle seine Möglichkeiten waren ausgeschöpft. Mit der selben Taktik wie eben konnte er die Ausbilderin nicht verjagen, denn sie würde wissen, dass normalerweise nichts in diesem Wald wohnt, was ein solches Lachen von sich geben kann. Einen Blendpfeil abschießen würde ihn sichtbar machen und auch nur einen außer Gefecht setzten. Zumal Teemo auch niemanden verletzen wollte. Daher kam auch keine Pilzfalle in Frage, hatte er dafür doch sowieso keine Zeit. Aus der Ferne blies abermals das Horn und diesmal stimmten noch Weitere mit ein. Ausbilderin Yarni hielt inne und lauschte. Jetzt erklang alle paar Sekunden ein Horn. “ Da ist irgendetwas passiert, offenbar keine Kleinigkeit, sonst würde es nicht ständig ein Signal geben. Besser wir beeilen uns hier. Ihr Drei geht und findet heraus, was passiert ist.” Sie zeigte auf drei Yordle, die sich sogleich auf den Rückweg machten. Den anderen deutete Yarni mit einer Handbewegung, dass sie weitersuchen sollten. Als einer der Suchenden ins Gebüsch trat, schreckte er eine Gruppe Rehe auf, die daraufhin auseinander stoben. Die geballte Aufmerksamkeit aller auf die Rehe nutzte Teemo aus und rannte so schnell er konnte in das nächste Gebüsch. Geschafft! Wenn er sich jetzt beeilte würde er ohne Probleme aus dem Wald heraus kommen. Alle waren entweder damit beschäftigt, ihn auf der Lichtung zu suchen oder auf Geheiß der Ausbilderin auf dem Weg, herauszufinden, was im Ausbildungslager passiert war. Also nichts wie los. Teemo lief von Gebüsch zu Gebüsch, schnell, aber trotzdem vorsichtig. Man konnte ja nie wissen, was die Ausbilderin sich alles hatte einfallen lassen, um den Rekruten die Aufgabe schwerer zu machen. Aber Teemo konnte, zumindest nichts Offensichtliches feststellen, sodass er zügig voran kam. Anhand des Hügels wusste Teemo auch, dass es nicht mehr allzu weit sein konnte, bis er das Ende des Waldes erreicht hatte. Während er lief hörte er unentwegt das Horn in der Ferne. Bald würde er wissen, was passiert war und hoffentlich helfen können. Da das Horn immer lauter wurde musste Teemo nun ganz nah am Waldesrand sein. Noch konnte er es zwar nicht sehen, aber das Ziel seiner Aufgabe war fast geschafft. Noch an ein oder zwei Bäumen vorbei und er würde die Grenze sehen können. Zwischen den Bäumen sah Teemo, wie etwas Schwarzes in den Himmel aufstieg. Und je weiter er lief, desto mehr schien sich in der Luft der Geruch von Feuer zu sammeln. Zuerst schoss es Teemo durch den Kopf, dass der Wald brennen musste. Doch in diesem Fall wäre die Ausbilderin nicht in den Wald gelaufen, schließlich hätten sie es bemerkt. Das Horn erklang ja, bevor sie Teemo entdeckt hatten. Er hielt ruckartig an. Es musste etwas im Trainingslager passiert sein. Schnell, schneller als zuvor, rannte Teemo weiter. Geschickt wich er am Boden liegenden Ästen und Steinen aus oder sprang über die, die er nicht umgehen konnte, herüber. Das ihm kleinere Äste ins Gesicht peitschten bemerkte er nicht einmal. Alles, was jetzt zählte, war, dass er die ihm gestellte Aufgabe so schnell wie möglich absolvieren wollte, damit er seine Hilfe anbieten konnte. Endlich sah Teemo den Waldesrand vor sich auftauchen. Der Rauch wurde immer dichter und bald würden ihn auch die Anderen im Wald bemerken. Erschöpft brach Teemo aus dem Wald heraus und rannte fast einen Yordle um. “Langsam, ganz ruhig Rekrut.” sagte dieser und bot Teemo einen Schluck Wasser an, den er gierig austrank. Auch wenn er Teemo beruhigen wollte, so schien er selbst alles andere als ruhig zu sein. “Was… was ist passiert?” stieß Teemo keuchend hervor. “Ich habe keine Ahnung, ich hoffe, es ist nur ein Feuer und nicht, dass wir angegriffen werden. Ich wurde zusammen mit zwei anderen losgeschickt, um nachzusehen, was passiert ist. Ich musste aber hier zurückbleiben, da meine Knie aufgrund eines Unfalls beim Training verletzt sind. Aber sag mal, du bist doch der, den wir gesucht haben, oder?” Teemo nickte eifrig. “ Dann gebe ich wohl besser Bescheid, dass die anderen zurückkommen.” Er ging zu einem Tisch und nahm eine Pfeife, in die er dreimal laut hinein pfiff. “Und jetzt,” sagte der Yordle, nachdem er die Pfeife zurückgelegt hatte und sich wieder Teemo zuwandte, “Sag mir, wie bist du ungesehen durch den Wald gekommen? Wir hatten dich doch mehrmals fast.” Ein wenig schüchtern wich Teemo dem Blick des Yordle aus und sah zu Boden. “Naja, ich habe viel trainiert.” Er sah den Yordle an und bemerkte den ungläubigen Ausdruck in seinen Augen. “Und ich habe ein paar Tricks.” fügte Teemo etwas ängstlich hinzu. “Was denn für Tricks?” “Hier.” sagte Teemo und verschwand vor den Augen des verdutzten Yordle. “Was zum..?” sagte dieser und piekste vorsichtig mit dem Finger in Richtung Teemo. “ Ich bin noch da.” sagte Teemo und wurde wieder sichtbar. “Ich kann mich aber, wenn ich still stehe, unsichtbar machen. Keine Ahnung, wie das genau funktioniert, mein Großvater hat es mir beigebracht. Und wenn ich ganz fest daran denke und still stehe, klappt es. Magische Begabung hat mein Großvater das immer genannt.” Der Yordle sah ihn mit großen Augen an. “Unglaublich. Du bist der erste Yordle, bei dem ich so etwas sehe. Ich habe gehört, du warst ausgezeichnet bei der Schießübung. Verbunden mit dieser Fähigkeit bist du ja wie geschaffen für den Spähtrupp. Ja, genau das meine ich.” fügte er auf Teemos erstaunte Blick hinzu. “Aber das habe nicht ich zu entscheiden, sondern die Ausbilderin und der Hauptmann.” In diesem Moment hörte man hektische Schritte und ungleichmäßiges Keuchen. Ein schneller Blick verriet Teemo, dass einer der beiden Yordle vom Lager aus auf sie zu rannte. Schwer atmend kam er neben Teemo stehen und der andere Yordle bot auch ihm einen Schluck Wasser an. Während er gierig das Wasser trank, setzte sich der Yordle. “Komm zu Kräften, mein Freund. Dann erzähl uns, was du weißt.” Gerade, als der Yordle anhob, zu erzählen, knackten ein paar Äste und die Yordle rund um Ausbilderin Yarni kamen aus dem Wald. Sie sahen zuerst Teemo, dann den Yordle, der noch immer mit dem Atem rang, an. “ Gut gemacht, Rekrut.” sagte Ausbilderin Yarni zu Teemo, als sie auf ihn zu kam. “Aber das muss warten. Erst muss ich wissen, was passiert ist. Wieso ertönt das Horn ständig? Und wieso steht die Kaserne in Flammen?” Alle sahen den Boten an. “Es ist Veigar. Veigar greift uns an!” Das war es auch schon wieder mit der heutigen Geschichte. ich hoffe, ihr findet Teemos Reise ebenso interessant wie spannend, sodass ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid, wenn ich euch mehr erzählen möchte. Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Tag und sage auf Wiedersehen! Euer Geschichtenerzähler Markishi [Hier](https://boards.euw.leagueoflegends.com/de/c/community-kunstwerke/izfHEXo8-buch-vi-wie-aus-rekruten-helden-werden-band-iii) geht es weiter mit der Geschichte!
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