Buch VII: Lieder und ihre Geschichten - Band II -Teil II

Liebe Beschwörer! Ich möchte euch herzlich einladen, bei unserer heutigen Geschichts – und Märchenstunde anwesend zu sein. Hier möchten wir euch mit auf Reisen in die Welt von Runeterra nehmen. Heute möchte ich euch berichten, wie das Abenteuer von Shauna und Sona weitergeht. Dann lasst uns keine Zeit verlieren. Auf zur zweiten Strophe. _______________________________________________________________________ **Vayne will be in Sonas heart (Fortsetzung) ** Die Jahre vergingen und aus den Mädchen wurden junge Frauen. Mit jedem gemeinsamen Tag und jedem gemeinsamen Training wuchs die Bindung der beiden ein Stück mehr. Aus Shauna wurde eine geschickte Jägerin und aus Sona ihre immer treue Begleiterin. Shauna lernte mit der Armbrust ihres Vaters zu kämpfen und Sona perfektionierte ihre Melodien und Akkorde. Nach einer Zeit wechselte sie von der Flöte zu einer Harfe und verstärkte damit ihre Magie um ein Tausendfaches. Die sanften Klänge, die zuvor Wohlbehagen hervorgebracht hatten, konnten nun Wunden schließen und schützende Auren erzeugen. Die kräftigeren Töne rissen Körper auseinander und konnten verheerenden Schaden anrichten. Nebenher entwickelte sie noch weitere geheimnisvolle Melodien, mit denen sie Shauna in jeder Lage unterstützen konnte. Why can't they understand the way we feel They just don't trust what they can't explain Mit Shaunas 21. Geburtstag kam auch der Tag, an dem diese losziehen wollte, um ihre Eltern zu rächen. Als sie gerade dabei war, die nötigen Sachen für ihre Reise zusammen zu packen - Karten der Schatteninseln, Geld und unter anderem verschiedene Bolzenarten - trat der Geschäftsführer und alte Freund ihres Vaters an sie heran: “MiLady Vayne, ich bitte euch noch einmal eindringlichst dieses Vorhaben zu überdenken. Es ist äußerst gefährlich und euer Vater hätte nicht gewollt, dass ich euch ziehen lasse, ohne wenigstens den Versuch zu unternehmen euch aufzuhalten.” Shauna hob den Kopf, um ihn direkt anzusehen, wenn sie antwortete, aber soweit kam es nicht. Noch bevor sie den Mund geöffnete hatte, ertönte ein schriller Ton von der Tür aus. Shauna lächelte, als sie das verärgerte Gesicht ihrer Freundin sah. “Sona hat recht”, sagte Shauna, die Sonas Gedanken mittlerweile anhand ihrer Melodien erkannte. Die Zeiten, in denen sie es ihr mühsam in die Hand schreiben musste, gehörten ebenfalls der Vergangenheit an. “Es tut mir leid, Albert.”, sagte Shauna schließlich, “Ich weiß, du kannst es nicht verstehen. Niemand versteht es so wirklich, aber wir müssen gehen.” Mit diesen Worten schritt sie auf Sona zu. “Bist du soweit?”, fragte sie. Sona nickte und griff nach Shaunas Hand. In der Tür drehte sich Shauna noch einmal um und sagte: “Albert, ich übergebe das Vayne-Anwesen in deine Hände. Ich bin mir sicher, du wirst es hüten bis wir eines Tages zurückkehren.” “Aber natürlich, MiLady.” I know we're different, but deep inside us We're not that different at all Sona und Shauna sattelten ihre Pferde und ritten Richtung Norden. Die Reise war beschwerlich und nicht immer fanden sie ein Gasthaus zum Übernachten. Eines Abends, als sie wieder einmal ohne Unterkunft geblieben waren, banden sie die Pferde am Waldrand fest und Sona blieb bei ihnen, um das Lager zu errichten und Holz zu sammeln, während Shauna in den Wald ging, um zu jagen. Nach einer guten Stunde kehrte sie mit zwei Kaninchen zurück. Sie setzte sich ans Feuer und häutete sie, um sie anschließend über dem Feuer, das Sona entfacht hatte, zu braten. Shauna war gerade dabei die Kaninchen auf einem Stock zu stecken, als Sona von den Pferden zurückkehrte. Sie sah nie zu wie die Tiere gehäutet wurden und auch der Anblick des rohen Fleisches schien ihr Unbehagen zu bereiten. “Ist schon gut. Bald sind sie gar.”, versuchte Shauna sie zu beruhigen. Sona zupfte an ihren Harfensaiten: “Ich weiß, aber manchmal denke ich, ich bin nicht so hart im Nehmen wie du.” Shauna sah sie erstaunt an. “Ich brauche dich, Sona. Ohne dich hätte ich es nie soweit geschafft. Du beschützt mich, wenn ich Fehler mache. Ich würde mit niemand anderem auf diese Mission gehen wollen.” And you'll be in my heart Yes you'll be in my heart Sona setzte sich neben ihre Freundin ans Feuer und ergriff ihre Hand. Mit der anderen zupfte sie verlegen auf ihrer Harfe: “Ich werde dich beschützen. Schon vor vielen Jahren habe ich erkannt, dass du meine Aufgabe in dieser Welt bist. Aber was wird aus mir, wenn du mich nicht mehr brauchst?” Shauna drückte Sonas Hand. “Ich werde immer für dich da sein, so wie du es für mich warst. Du bist meine einzige Freundin auf dieser Welt und hast dich ganz und gar meinen Zielen verschrieben. Wie könnte ich dich jemals fallen lassen?” Sona legte die Harfe ab und fiel ihrer Freundin um den Hals. Die Tränen flossen über ihre Wangen und Shauna streichelte sanft über ihren Rücken. Schließlich streckte Sona eine Hand nach ihrem Instrument aus und zupfte ein paar Töne. Shauna drückte sie daraufhin nur noch fester an sich. “Ich dich auch.” From this day on Now and forever more Sona löste sich von Shauna und lächelte matt. Shauna konnte erkennen, wo die Tränen über ihre Wangen geflossen waren. Es fiel ihr schwer Sona so zu sehen, gerade weil sie es doch gewesen war, die ihr in früheren Jahren halt geboten hatte. Doch nun waren sie keine Kinder mehr und sie weinte auch nicht mehr jeden Abend um ihre toten Eltern. Natürlich dachte sie jeden Tag an sie, aber Tränen flossen nur selten. Sona musste glauben, dass sie ihren Sinn in dieser Welt verloren hatte. “Sona, ich brauchte dich von dem Tag an, an dem wir uns kennenlernten, ich brauche dich jetzt an meiner Seite, um Rache zu nehmen und ich werde dich immer brauchen, um nach vorn sehen zu können.” Sona nickte mit einem matten Lächeln, das wohl so viel wie “Ich weiß.” bedeuten sollte. In diesem Moment kam Shauna noch eine Idee, wie sie Sona aufmuntern konnte. “Spielst du mir ein Lied vorm Einschlafen?” Don't listen to them 'Cause what do they know So vergingen die nächsten Tage ohne weitere Schwierigkeiten und schließlich erreichten sie die Küste von Kaladoun. In einem kleinen Gasthaus kamen sie für ihre letzte Nacht auf dem Festland unter, aßen in der Gaststube zu Abend und brüteten dabei über den verschiedenen Karten der Schatteninseln, um das mögliche Versteck der Hexe auszumachen. “Ich vermute sie hält sich im Westen der Inseln auf. Ein paar Archäologen aus Piltover haben die Inseln letztes Jahr ausgekundschaftet und schickten mir ihre Erkenntnisse.” Sona zupfte ein paar mal an den Saiten ihrer Harfe, um ihre Zustimmung zu bekunden. Shauna wollte gerade etwas erwidern, als sich zwei ungepflegte Männer neben den jungen Frauen am Tisch niederließen. Einer sagte anzüglich: “Was macht den eine solche Schönheit wie du in unserem Dorf?” Dabei wollte er Sona durch die langen, blauen Haare streichen. Doch noch bevor seine Finger Sona auch nur berührten, war Shauna aufgesprungen und hatte sein Handgelenk fest gepackt. “Fass’ sie nicht an.”, fauchte Shauna den Mann an. “Hey, hey. Ganz ruhig.”, versuchte der andere die Situation zu entschärfen, “Wo wollt ihr Puppen denn hin?” “Wir sind keine Puppen. Aber wenn du es unbedingt wissen musst, wir wollen auf die Schatteninseln.” We need each other, to have, to hold They'll see in time, I know “Das ist kein Ort für zwei wie euch.”, mischte sich nun der Erste wieder ein, während er sein Handgelenk rieb. Sona gab einen verärgerten Ton auf ihrer Harfe ab und Shauna sah sie daraufhin direkt an. Sona hatte recht. Diese Typen stahlen ihnen nur wertvolle Zeit. “Was ist mit der Kleinen los?”, fragte einer der beiden Männer, als ihm zu dämmern schien, dass sie nicht sprechen konnte. Doch Shauna beachtete ihn schon längst nicht mehr, und sprach an Sona gewandt: “Werd’ sie los.” Ein Lächeln zuckte über Sonas Gesicht und sie schnitt einen scharfen Akkord an. Für einen Moment geschah nichts, doch dann fuhr der Rhythmus in die Körper der Männer und sie begannen zu tanzen. Hilflos zappelten ihre Körper zu einer imaginären Musik und ihre Beine trugen sie gegen ihren Willen davon. Die Melodie, die daraufhin folgte, war ruhiger: “Irgendwann werden auch solche Typen noch erkennen, dass es keinen Ort auf dieser Welt gibt, den wir zusammen nicht erreichen könnten.” Shauna lachte. “Glaubst du, Zuckerpuppe?” Das letzte Wort betonte sie so stark, dass Sona zu grinsen begann. “Ich glaube, solche Typen sind unverbesserlich.” When destiny calls you you must be strong Am nächsten Morgen brachen sie zeitig auf. Es begann gerade zu dämmern, als sie das kleine Boot ins Wasser schoben und mithilfe von Sonas Magie zu den Schatteninseln übersetzten. Die beiden Freundinnen hatten am Vorabend entschieden, dass es wohl am Sichersten wäre, das Reich der Untoten bei Tageslicht zu betreten und es möglichst vor Anbruch der Dunkelheit wieder zu verlassen. Während die Inselgruppe am Horizont näherkam, bemerkte Sona die zunehmende Anspannung ihrer Freundin. Shauna spielte schon seit geraumer Zeit an einem Armbrustbolzen herum und Sona befürchtete, sie könnte sich verletzen. “Ist alles in Ordnung?”, zupfte sie schließlich auf ihrer Harfe. Shauna schreckte aus ihren Gedanken hoch. “Ja, alles in Ordnung. Es ist nur… wir haben uns so lange auf diese Mission vorbereitet und jetzt ist sie auf einmal da.” Sona nickte zustimmend. “Das kann ich verstehen, aber du wirst das schaffen. Deine Familie zu rächen ist dein Schicksal.” “Ich hoffe nur, es läuft alles nach Plan.”, erwiderte Shauna nervös. Sona lächelte. “Aber natürlich wird es das.” I may not be with you But you got to hold on An der Küste angekommen steuerten sie das Boot lautlos in eine kleine Bucht. Nebelschwaden trieben unheilverkündend über dem Wasser, sodass Sona kaum die Hand vor Augen erkennen konnte. Schließlich lief das Boot im Sand auf und vorsichtig betraten die beiden die Schatteninseln. Trotz des Sonnenlichtes, das gerade den Rest von Runeterra zu erhellen begann, verbreitete hier nur ein schauriger, grüner Dunst sein unheimliches Leuchten. “Wir sind an der südlichen Spitze der Insel. Laut unseren Informationen liegt das Versteck der Hexe in westlicher Richtung.”, flüsterte Vayne, während sie gemeinsam das Boot an Land zogen. Plötzlich ertönte ein unheilvolles Knacken aus dem Wald vom knorrigen, alten Bäumen hinter ihnen und ein gutes Dutzend Skelett kam aus dem Nebel auf sie zu. “Lauf!”, zupfte Sona auf ihrer Harfe, während sie das erste Skelett mit einem blauen Lichtblitz außer Gefecht setzte. Vayne wollte ihr zu Hilfe eilen, aber der Bolzen ihrer Armbrust flog zwischen den Rippen ihres Gegners hindurch und Shauna erkannte nun, was Sona bereits wusste: Dies war ein Kampf für Magier. They'll see in time, I know We'll show them together “Shauna, lauf. Ich komme nach.”, forderte Sona noch einmal eindringlicher. Diese nickte nur kurz und rief: “Ich markier’ den Weg.”, bevor sie im Unterholz verschwand. Sona beunruhigte der Gedanke ihre Freundin allein zu lassen, aber sie wollte auch keinesfalls länger als nötig an diesem grauenvollen Ort verweilen. Mit einer reizvollen und ebenso tödlichen Melodie schaltete sie ein Skelett nach dem anderen aus, bis schließlich nur noch ein großer Knochenhaufen zu ihren Füßen übrig blieb. Gerade als sie den Kampf beendete zu haben glaubte und das Boot unter ein paar kargen Ästen zu verbergen suchte, knackte und knirschte es schaurig hinter ihrem Rücken. Panisch wandte sie sich um und erkannte, dass die Knochen sich erneut zu Skeletten zusammenfügten und sie Gefahr lief, von allen auf einen Schlag attackiert zu werden. Verzweifelt versuchte sie ihre Gegner erneut zu zerstören, doch ihre Kräfte waren erschöpft und die Untoten setzten sich schneller wieder zusammen, als Sona sie brechen konnte. Sie wusste, wenn ihr nicht bald etwas einfiel, würde sie Shauna keine Hilfe mehr sein. In ihrem Kopf formte sich ein Akkord, der schwächer zu sein schien, als ihre Vorherigen. Konnte er ihre Rettung sein? 'Cause you'll be in my heart Believe me you'll be in my heart Shauna bewegte sich beinahe lautlos durch den unheilverkündenden Geisterdschungel. Sie konzentrierte sich darauf unbemerkt zum Versteck ihrer Todfeindin zu gelangen, da den Berichten zufolge noch weitaus Schlimmeres auf diesen Inseln lauerte. Aus dem Unterholz drang ein beunruhigendes Gurgeln an ihre Ohren und jagte Shauna einen eiskalten Schauer über den Rücken. Sie sprang nach vorn, rollte sich gekonnt ab und zielte mit ihrer Armbrust direkt in das geisterhafte Gebüsch. Ein übelkeiterregendes Röcheln war daraufhin zu hören und Shauna legte zur Sicherheit bereits den nächsten Bolzen in ihre Armbrust, bevor sie näher trat und das Geäst vorsichtig beiseite schob. Dahinter bot sich ihr ein fürchterlicher Anblick. Ihr Herz begann zu rasen und sie hätte sich beinahe übergeben, als sie erkannte, dass es ihre Mutter war, die sie geradewegs mit ihrem Bolzen an den nächsten Baum genagelt hatte. Sie schloss die Augen. Das konnte nicht wahr sein. Ihre Mutter war tot, schon seit vielen Jahren. Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie zwei weitere Gestalten neben der Toten am Baum auftauchen. Sie lächelten Shauna an und diese glaubte für einen Augenblick den Verstand zu verlieren. Da standen geisterhaft und grünlich durchsichtig ihre Eltern und winkten ihr zu. “Was?”, fragte Shauna und riss die Waffe nach oben. I'll be there from this day on Now and forever more Sona verpasste ihrem Akkord den letzten Schliff, bevor sie ihn in alle Richtungen aussandte. Er war ihre letzte Hoffnung, ihre Kraft schwand mit jedem Zauber und sie musste weiter, um Shauna zu helfen. Die goldene Welle flog über die Skelette hinweg und für einen Moment glaubte Sona, es wäre misslungen. Doch dann begannen die Untoten zu tanzen. Sona verlor keine Zeit und eilte an ihnen vorbei in den Wald hinein. Außer Sicht der Skelette verlangsamte sie ihr Tempo. Der Kampf hatte sie entkräftet und sie musste sich erholen, wenn sie für den eigentlichen Kampf gewappnet sein wollte. Sie folgte Shaunas Aura, die sie nach all den Jahren beinahe schon ohne ihre Magie spüren konnte, durchs Unterholz. Ihre Freundin war schnell unterwegs gewesen und Sona konnte noch den Hauch von Anspannung erkennen, der in der Luft lag. Trotz ihrer Erschöpfung würde sie Shauna einholen, denn um Nichts in der Welt würde sie ihre Freundin allein in diese Schlacht ziehen lassen. Das hatte Sona ihr vor vielen Jahren geschworen und ein solches Versprechen galt für immer. You'll be in my heart No matter what they say Die Geister hoben abwehrend die Hände und Shaunas Vater begann zu sprechen: “Wir sind hier, um dir zu helfen. Du musst deine Angst überfinden. Sieh dir diese Kreatur”, dabei deutete er auf die erschossene Version von Shaunas Mutter, “noch einmal genau an.” Misstrauisch musterte Shauna die Leiche und da erkannte sie es. Die Konturen schienen unscharf und verwaschen. Ein Detail, das ihr durch den ersten Schock nicht aufgefallen, aber nun deutlich zu sehen war. Eine weitere Veränderung vollzog sich. Das Gesicht wurde länglicher und eingefallen. Die Augenhöhlen schienen leer und die Haut wurde fahl. Doch am Erstaunlichsten war, die hiere Boshaftigkeit, die nun von dem Geschöpf ausging. “Das ist ein Seelengauch.”, erklärte der Geist ihres Vaters. “Er lockt Fremde auf die Inseln und dann weiter zu seinem König.” “Warum seid ihr hier?”, fragte Shauna, die immer noch höchst misstrauisch wirkte. “Wir sind hier, weil du unseretwegen hier bist.”, antwortete ihre Mutter mit einem Lächeln. “Du hast uns nicht vergessen, und wir dich ebenso wenig. Du bist in unseren Herzen auch über den Tod hinaus.” Shauna schluchzte leise. Sie hatte nicht erwartet, ihre Eltern jemals wieder sprechen zu hören. “Ich muss es zu Ende bringen.”, war alles, was ihr hervorbrachte. “Wir zeigen dir den Weg.” You'll be here in my heart Always “Ich denke jeden Tag an euch.”, sagte Shauna, nachdem sie ihren Eltern eine Weile schweigend durch den unheimlichen Wald gefolgt war. Sie war sich unsicher gewesen, ob diese Kreaturen nicht auch Böses im Sinn hatten und sie in die Irre führen wollten, doch letztendlich kam sie zu dem Schluss, dass sie in keiner unmittelbaren Gefahr schwebte, solange sie wachsam blieb. Ihre Mutter wandte sich zu ihr um. “Das wissen wir. Unsere Seelen können es spüren, wenn man sich an uns erinnert. Und dieses Mädchen, das dich begleitet, ist wirklich zauberhaft. Wir sind froh, dass du nicht allein bist.” In Shauna stiegen Sorgen auf. Ob es Sona wohl gut ging? Aber natürlich. Sie konnte auf sich aufpassen und würde sicher bald nachkommen. Sie sah zu ihren Eltern hinüber. “Ich habe so viele Fragen an euch. Ich...” Doch ihr Vater unterbrach sie. “Wir sind da, meine Kleine.” Er sah sie schwermütig an und deutete in Richtung eines dunklen Pfades. “Weiter können wir dich nicht begleiten. Folge dem Weg, dann gelangst du zur Höhle.” Always I'll be with you I'll be there for you always Always and always Shauna sah zu ihrer Mutter hinüber und wollte gerade etwas einwenden, da lächelten ihre Eltern nur traurig und lösten sich in dem schaurigen Nebel auf. Nur das warme, beruhigende Gefühl nicht allein zu sein, blieb in ihrer Brust zurück. Sie straffte ihre Schultern und begab sich auf den geheimnisvollen Pfad, der sie zu ihrem letzten Kampf bringen sollte. Auf dem Weg zur Höhle der Hexe begegnete sie einigen beängstigenden Kreaturen, denen sie entweder geschickt auswich oder sie mit einem gezielten Bolzenschuss außer Gefecht setzte. Das jahrelange Training hatte sich wirklich bezahlt gemacht. Zügig kam sie voran und erreichte schließlich den zerklüfteten Höhleneingang. Ihre Atmung beschleunigte sich und sie war unschlüssig, wie sie nun vorgehen sollte. Just look over your shoulder Just look over your shoulder Just look over your shoulder Sie musste die Höhle betreten. Um diese Unannehmlichkeit würde wohl kein Weg herum führen. Sie holte noch einmal tief Luft und betrat dann mit geladener Armbrust die Dunkelheit, die sie schon ein Leben lang zu verfolgen schien. “Es stimmt also, was man sich erzählt. Mein Ende ist auf diese Insel gekommen.”, sagte da eine Stimme aus der Finsternis mit einem verächtlichen Unterton. Vayne sah sich panisch um und richtete ihre Waffe ins Innere der Höhle. Ihre Gedanken überschlugen sich. War das ein Trick ? Da löste sich vor ihr eine Silhouette aus der Dunkelheit. Vayne hatte schon den Finger am Abzug, doch dann überlegte sie es sich noch einmal. Das war zu leicht. Sie spürte einen schwachen Luftzug in ihrem Nacken und im letzten Moment wandte sie sich um und feuerte. Evelynn stieß einen fauchenden Laut und hielt sich die linke Schulter, die der Bolzen durchschlagen hatte. “Ist das schon alles?”, höhnte sie und sprang vor, um Shaunas Gesicht zu zerkratzen. Diese rollte sich geschickt unter dem Angriff hinweg und feuerte erneut einen Bolzen ab, verfehlte aber knapp. Evelynn ging nun mit voller Kraft auf sie los und erwischte dabei Shaunas rechtes Bein, als diese sich erneut abrollen wollte. Vayne landete hart auf dem Bauch und für einen Moment blieb ihr der Atmen weg. Sie drehte sich auf den Rücken und sah die Hexe aus ihren Albträumen über sich, zum letzten Schlag ausholend. Sollte Shauna der gleiche Tod wie ihren Eltern ereilen? Da zuckte ein blauer Lichtblitz durch die Höhle und riss Evelynn von Shauna herunter. Diese rollte sich geistesgegenwärtig in Richtung ihr Rettung. Sona war mal wieder im richtigen Moment gekommen. Jetzt würde sie niemand mehr aufhalten können. I'll be there Always ______________________________________________________________________________________________________ So endet nun auch unser zweites Lied. Ich hoffe, es hat euch gut unterhalten. Lob und Kritik sind wie immer sehr erwünscht. Bis zum nächsten Mal:) Eure Märchentante Wolverine
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