Buch VI: Wie aus Rekruten Helden werden - Band I

http://i.imgur.com/7CO1GYE.jpg Das Bild hat unser Volunteer KingDanius gezeichnet! Liebe Beschwörer, Ich möchte euch herzlich einladen, bei der heutigen Geschichts- und Märchenstunde dabei zu sein. Heute geht es um jemanden, der in der Liga der Legenden geliebt oder gehasst wird. Doch egal, was ihr von diesem Champion haltet, seine Geschichten und Heldentaten bieten sehr viel Vorlagen für wunderbare Geschichten. Zu Anfang möchte ich euch aber gerne erst einmal erzählen, die unser Held vom Rekruten zum Kämpfer wurde. So setzt euch denn und lasst mich erzählen. Begeben wir uns nach Bandle City, wo sich ein Rekrut zu seinem ersten Tag der Ausbildung meldet... “Rekrut Teemo meldet sich zum Dienst!” rief Teemo begeistert aus und salutierte vor dem Hauptmann. Immer mit der Ruhe, Jungspund. Du kannst ja kaum still stehen. Für dich geht es erstmal zum Übungsfeld. Komm.” Hastig eilte Teemo dem Hauptmann nach. Heute war es endlich so weit: Er trat seinen Dienst in der Armee von Bandle City an. Lange hatte er auf diesen Tag gehofft und schließlich war er da. Von nun an würde er sein Leben in den Dienst der Yordle Armee stellen und alles zum Schutz seines Landes und dessen Bewohner tun. So führte ihn der Hauptmann in Richtung Übungsfeld. Teemo hätte den Weg auch alleine gefunden, schließlich hatte er viel trainiert, doch wollte er an seinem ersten Tag nicht schon negativ auffallen, indem er dem Hauptmann davon lief. Dieser war aber bereits am Übungsfeld angekommen und wartete dort ungeduldig auf Teemo. Er musste sich besser konzentrieren, sonst könnte er am Ende des Tages schon wieder gehen. “Das hier,” begann der Hauptmann, “ ist Ausbilderin Yarni. Sie wird dich prüfen und im Auge behalten. Folge ihren Befehlen und stell dich gut an, dann wartet vielleicht bald ein Auftrag auf dich.” Mit diesen Worten verschwand er und lies Teemo mit der Ausbilderin alleine. Sogleich wandte sie sich an ihn. “Wen haben wir hier?” “Rekrut Teemo.” “Bevorzugte Waffe?” “Blasrohr.” “Wunderbar. Wie du hinter mir siehst,” sie machte eine Handbewegung auf das Feld, “haben wir hier unseren Übungsbereich. Ich werde gleich die Übungspuppen hochfahren und du zeigst mir, wie schnell du sie treffen kannst. Bereit? Dann stell dich hier her.” Sie zeigte auf einen kleinen Bereich am Boden, der mit Holzbrettern ausgelegt war. Teemo nahm seinen Platz ein und deutete der Ausbilderin, dass er bereit war. Jetzt nur nicht nervös werden. Er hatte diese Übung schon unzählige Male absolviert, doch jetzt zählte es. “Gut, dann los. Und auch wenn du schnell sein musst, versuch es ordentlich zu machen. Los gehts!” Sie legte den Hebel um und sofort begann alles zu rattern und zu surren. Gespannt sah Teemo auf das Feld, das Blasrohr in den Händen, bereit zu schießen. Schon klappte die erste Übungspuppe hoch und sofort verpasste Teemo ihr einen Treffer. Direkt auf den Kopf, so, wie es sein sollte. Jetzt ging alles schnell, in immer kürzeren Abständen tauchten neue Puppen auf. Doch Teemo blieb ruhig und “erledigte” jede einzelne von ihnen mit einem Kopftreffer. Er achtete nicht auf die beeindruckten Zurufe der Ausbilderin oder dass sich ein paar der anderen Rekruten versammelt hatten um ihm zuzusehen. Einzig und allein die Puppen hatten seine Aufmerksamkeit. Er merkte auch nicht, wie Ausbilderin Yarni rief, dass die Übung abgeschlossen war. Erst, als die Übungspuppen nicht mehr auftauchten, merkte er, dass es vorbei sein musste. Die anderen Rekruten, die zugesehen hatten, fingen an zu jubeln. Erst als er sich umdrehte, bemerkte Teemo, wie viele ihm zugesehen hatten. Langsam, unter dem strengen Blick von Ausbilderin Yarni, löste sich die Traube wieder auf, sodass sie zu Teemo herüber kommen konnte. “Das war… unglaublich!” rief sie begeistert aus. Halb schüchtern, halb nervös, sah Teemo zu Boden. “Keine Angst, das meine ich ernst. Bist du wirklich ein neuer Rekrut?” Teemo nickte. “Ich habe nur sehr häufig trainiert, weil es mein größter Wunsch ist, in die Armee zu kommen und die, die mir lieb sind, zu beschützen.” Yarni nickte. “Ein ehrbares Ziel. Und mit dieser Leistung sehe ich kein Problem darin. Es wäre Verschwendung von Talent, wenn wir dich ablehnen würden. Solch eine Schnelligkeit, kombiniert mit einer Präzision, wie es nur die Allerbesten hinbekommen. Wirklich, gut gemacht. Aber jetzt geht es weiter. Du hast bewiesen, dass du schnell und treffsicher bist, aber jetzt geht es darum, wie gut du dich verstecken kannst, oder, wenn du gefunden wurdest, entkommen kannst. Folge mir.” Sie führte Teemo vom Übungsfeld weg, Richtung Wald, welcher hinter der Wachstube lag. Im Verstecken war Teemo schon immer besonders gut gewesen. Sein Großvater hatte ihm beigebracht, wie man so gut mit der Umwelt verschmolz, dass man nahezu unsichtbar wurde. Die anderen Yordle-Kinder ließen ihn dann nicht mehr beim Versteckspiel mitmachen, weil er zu gut war. Er wurde dann immer traurig, aber jetzt könnte es sich lohnen. Und sollte man ihn doch entdecken, so war er flink genug, den meisten zu entkommen. Yarni führte Teemo immer weiter von der Wachstube weg, direkt in den Wald hinein. “Wir haben, dank unserer Größe, gerade im Wald, gute Chancen uns zu verstecken. Deswegen fangen wir leicht an, nämlich hier im Wald und gehen dann immer schwerer voran. Mal schauen, wie weit du kommst. Also, wir sind da. Geh rein, von welcher Seite du willst. Du musst es nur schaffen, ungesehen von der einen Seite zur anderen zu gelangen. Wenn wir dich entdecken, pfeifen wir laut. Dann ist die Übung beendet. Ich stehe auf der Seite, wo du herauskommen musst. Sobald du da bist, geht es weiter zur nächsten Übung. Also, wo willst du rein? Teemo überlegte kurz, kam aber dann zu dem Schluss, dass es egal war, wo er hineinging, denn sie würden jedes Mal besonders auf der Route Ausschau halten, die er wählte. “Ich weiß nicht, das ist mir an sich egal. Sagt ihr mir, wohin ich gehen soll. Ausbilderin Yarni sah ihn kurz an und überlegte, was sie davon halten sollte. Letztlich sagte sie nur: “ Gut, dann gehst du von Norden rein und kommst hier unten im Süden wieder raus. Alles klar?” Teemo nickte eifrig und machte sich sofort auf den Weg. “Wenn du da bist, fang direkt an!” Teemo lief den Weg, der um den Wald führte, entlang zu der Stelle, wo er hinein sollte. Praktischerweise war an jedem Eingang ein Schild angebracht. So machte er sich also auf in den Wald. Hier wuchs das Gras an vielen Stellen so hoch, dass er sich quasi komplett unsichtbar durch den Wald bewegen konnte. Tatsächlich wurde Teemo, wenn er still stand, oder in hohem Gras war, unsichtbar. Sein Großvater hatte immer gesagt, dass würde in der Familie liegen. Ein wenig magische Begabung. Was es auch war, Teemo half es. Solange er im hohen Gras war, konnte ihn niemand sehen. Er musste nur aufpassen, dass, wer auch immer der Ausbilderin half, ihn nicht sehen konnte, wenn er zwischen dem hohem Gras hervorkam. Gerade, als er das Gebüsch verlassen wollte, tauchte vor Teemo ein anderer Yordle auf. Bewaffnet mit Fernglas und einer Pfeife war er auf der Suche nach ihm. Jetzt hieß es vorsichtig zu sein. Genau beobachten, was der andere tat. Gab es ein Muster bei der Suche, oder streifte er nur ziellos umher? Der Yordle hielt an und sah sich in alle Richtungen um. Als er nichts sehen konnte, kramte er aus seiner Tasche ein Auge hervor und setzte es auf die kleine Lichtung, auf der er stand und verschwand wieder. Okay, das machte es schwerer. Jetzt musste Teemo schauen, wie er aus dem Gebüsch ins Nächste kam. Ein schneller Blick in alle Richtungen verriet Teemo, dass er einen längeren Weg außenrum nehmen konnte. So würde das Auge ihn nicht sehen können und er konnte seinen Weg fortsetzen. Vorsichtig schaute Teemo aus dem Gebüsch und als er niemanden sah machte er sich auf, das Auge zu umgehen. Zusätzlich zu dem Auge und den anderen Yordle musste Teemo auch auf Schlammpfützen achten. Es hatte erst geregnet und so war der Boden an einigen Stellen noch feucht und aufgeweicht. Auch wenn er sich überwiegend unsichtbar bewegte, so bedeutete dies nicht, dass man keine Fußspuren sehen konnte. Bedächtig, keine Pfütze zu erwischen, schlüpfte er in das nächste Gebüsch. Gerade in diesem Moment kam jemand hinter dem nächsten Baum hervor und starrte auf die Büsche. Verflixt, man hatte ihn gesehen. Nur gut, dass man ihn im Gebüsch nicht sah. Der Yordle hüpfte ins erste Gebüsch, kam aber kurz darauf wieder heraus. Auch das nächste brachte ihm kein Glück. Dann stand er direkt vor Teemo, doch er sah ihn nicht. Der Yordle musste wissen, dass Teemo in der Nähe war, offenbar hatte er ihn sogar gesehen. Er kam in das Gebüsch, in der Hoffnung, Teemo zu finden. Nach links schauen, nach rechts schauen. Er sah Teemo nicht, obwohl er, wenn Teemo sichtbar gewesen wäre, ihm direkt in die Augen geschaut hätte. “Aber er war doch hier?” murmelte er. Noch einmal einen Blick in alle Richtungen, aber auch diesmal sah er Teemo nicht. Ratlos zuckte er mit den Schultern und verschwand wieder. Das war knapp, dachte Teemo. Er musste besser aufpassen, bestimmt hätte er, wenn er nur aufmerksamer gewesen wäre, den Yordle entdeckt. In diesem Moment hörte Teemo in der Ferne den Klang eines Horns. Offenbar war etwas passiert. Wie gerne würde Teemo jetzt helfen, egal wobei. Aber zuerst musste er seine Ausbildung schaffen. Also los, dachte er sich, ich trödle am besten nicht herum. Diesmal sah sich Teemo genau um, bevor er aus dem Gras heraus trat. Als er sicher war, dass ihn keiner sehen konnte, machte er sich schnell auf den Weg. Bisher waren alle, die nach ihm Ausschau hielten nur auf Seitenwegen unterwegs gewesen. Vielleicht war also der direkte Weg der Sicherste? Ein Versuch war es wert. Anhand der Sonne orientierte sich Teemo, sodass er wusste, in welche Richtung er weiter gehen musste. Ein weiteres Mal hörte Teemo das Horn. Was war passiert? Die Neugier trieb ihn schneller voran. Das war es auch schon mit dem ersten Teil von Teemos Reise. Ich hoffe, diese Geschichte gefällt euch und ihr seid auch beim nächsten mal, wenn ich mehr erzählen möchte, wieder mit dabei. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und bis zum nächsten Mal, Euer Geschichtenerzähler Markishi P.S. [Hier geht Teemos Reise weiter!](https://boards.euw.leagueoflegends.com/de/c/community-kunstwerke/UR88IYli-buch-vi-wie-aus-rekruten-helden-werden-band-ii)
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